Baufinanzierung
Mit einer Baufinanzierung können Sie sich den Traum einer eigenen Wohnung oder des eigenen Hauses erfüllen denn sie ist ein wichtiger Bestandteil der Gesamtfinanzierung, die sich aus Eigen- und Fremdkapital zusammensetzt. Beanspruchen Sie für die Immobilienfinanzierung Fremdkapital, dann können Sie aus verschiedenen Arten wählen, zu denen ein Kredit ebenso gehören kann wie ein Hypothekendarlehen oder Bausparverträge. Abgesichert werden diese Kredite oder Darlehen mit dem Grundpfandrecht. Bei einer Baufinanzierung sollten aber auch alle Möglichkeiten staatlicher Förderungen, Steuervorteile sowie geringe Finanzierungskosten berücksichtigt werden.
Eine Baufinanzierung, die auch unter der Bezeichnung Baukredit bekannt ist, sollten Sie gut durchdenken und sorgsam planen, denn die Aufnahme eines Baukredits bedeutet auch immer eine Verschuldung über einen längeren Zeitraum. Damit jedoch auch die Rückzahlung zu jedem Zeitpunkt gewährleistet wird, empfiehlt es sich, das der Baukredit auf Ihre Anforderungen und persönlichen Bedürfnissen zugeschnitten ist.
Für einen klassischen Baukredit durch eine Bank stehen Ihnen verschiedene Finanzierungsmodelle zur Verfügung. Zu den am häufigsten verwendeten gehören das Hypotheken Darlehen, das Annuitätendarlehen und das endfällige Darlehen.
Damit Sie den Baukredit auch erhalten, sollten Sie bei allen drei Baukredit Arten über eine ausreichende Bonität und eine gute Schufa verfügen. In der Regel werden die Zinsen für Ihre Hypothek oder den Baukredit auf 10 Jahre festgelegt. Anschließend werden diese neu berechnet. Die Laufzeiten der Zinsen können Sie individuell zwischen 5 – 20 Jahren vereinbaren. In Ausnahmefällen ist darüber hinaus eine Zinsfestschreibung von bis zu 25 Jahren möglich.
Das Annuitätendarlehen
Die gebräuchlichste Form des Baukredites ist das sogenannte Annuitätendarlehen, bei dem Sie als Darlehensnehmer monatlich einen festen Betrag, der sich aus Zins- und Tilgungsteil zusammensetzt, zurückzahlen. Bei dem Annuitätendarlehen sinkt der Anteil der Zinsen je länger die Laufzeit beträgt. Im Gegensatz dazu steigt der Tilgungsanteil. Der Mindesttilgungssatz, der selten überschritten wird, beläuft sich auf 1 % pro Jahr. Sind jedoch die Zinssätze günstiger, dann sollten Sie idealerweise eine höhere Tilgung mit der Bank vereinbaren. Denn dann verkürzt sich auch die Laufzeit und somit können Sie die Gesamtkosten um ein Wesentliches senken.
Das Bauspardarlehen
Möchten Sie den Baukredit mittels eines Bauspardarlehen in Anspruch nehmen, dann zahlen Sie in einen niedrig verzinsten Sparfond. Die doppelte Ansparsumme erhalten Sie dann in Form des Baudarlehens allerdings zu einem ebenso niedrigen Zinssatz zurück. Die Immobilie ausschließlich mit dem Bauspardarlehen zu finanzieren ist jedoch nicht besonders attraktiv denn die monatliche Belastung ist recht hoch, die Ihnen entsteht durch die Rückzahlung der sowohl aufgenommenen als auch der angesparten Darlehenssumme.
Lebensversicherung
Eine weitere Variante der Baufinanzierung ist ein Baudarlehen, das wiederum an eine Lebens- oder Rentenversicherung angeschlossen ist. Sie schließen demzufolge eine Lebensversicherung ab, die dann als Tilgung des Baukredits dient. Am Ende der Versicherungslaufzeit wird das Kapital für die Bezahlung des Baukredits verwendet. Diese Form der Baufinanzierung verfügt über einen hohen Steuervorteil vorausgesetzt Sie nutzen die Immobilie nicht selbst. Möchten Sie hingegen die Immobilie selbst nutzen, dann würde der Steuervorteil entfallen.
Eine weitere Art der Baufinanzierung kann das Festdarlehen oder das Ratendarlehen sein.
